Una pequeña historia de AL ANDALUS

Al Andalus ist der arabische Name für das von 711- 1492 muslimische Andalusien. Im Jahre 711 führte der omajadische Klaif Walid ein Heer über die Meerenge von Gibraltar nach Andalusien, besiegte das Heer des Westgotenkönigs Roderich und begründete ein goldenes Zeitalter. Zur Zeit des Emirats und Kalifats von Cordoba (750 – 1031) wurde Al Andalus während des „goldenen Traums“ das führende kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Mittelmeerraums und der gesamten islamischen Welt.

Cordoba wurde die wohlhabendste Stadt Europas, noch vor Konstantinopel, und hatte im Jahr 900 etwa 500000 Einwohner, 120 öffentliche Bäder, 3000 Moscheen, ausgeklügelte Abwassersysteme und wurde zum wissenschaftlichen Zentrum der bekannten Welt. Im Jahre 800 waren die Hohen Schulen von Cordoba gegründet worden, die erste Hochschule Europas. Philosophen wie Maimonides, Averroes und Avicenna hatten erheblichen Einfluss auf die intellektuelle Entwicklung Europas, die Bibliotheken Cordobas waren die größten und renommiertesten ihrer Zeit. Es heißt, der Kalif von Cordoba generierte Steuereinahmen pro Tag, die Otto der Große, Kaiser fast des gesamten übrigen Festlandeuropa, in einem kompletten Jahr erhielt.

Insbesondere die Zeit des Abbasiden – Kalifats von Cordoba ( 929 – 1031 ) wurde und wird wieder als der „goldene Traum“ bezeichnet. Die damals größte Moschee der Welt, heute noch die größte westlich von Jerusalem mit den Wunderwerken des Säulenwaldes und des Mihrab, die „Mezquita“, wurde vollendet, die Medina Al-Zahra, eine Palaststadt auf 3 Ebenen für 25000 Menschen, erbaut und Andalusien von maurischen Bewässerungsexperten in eine blühende, grüne Oase verwandelt. Die Alhambra von Granada wurde als irdisches Abbild des muslimischen Paradieses konzipiert und errichtet.

WeinregalDieser „goldene Traum“ basierte aber auch einem anderen, kulturellen, Fundament : TOLERANZ ! Der Begriff „Al Andalus“ beschreibt auch das goldene Zeitalter eines ( fast ) einzigartigen Menschheitsexperiments : Es herrschte ein Klima der kulturellen und religiösen Akzeptanz, in dem Christen, Juden und die maurischen Herrscher friedlich und sich gegenseitig inspirierend zusammenlebten. Die Juden mussten lediglich eine kleine Sondersteuer bezahlen, was aber keinen störte. Sie kamen in Scharen aus dem restlichen Europa, um in Al Andalus zu leben und dort bedeutende gesellschaftliche Positionen einzunehmen. Der Kalif hatte jüdische Minister und Berater, jüdische Wissenschaftler lehrten an den hohen Schulen von Cordoba. Allein in Granada lebten bis zu 50000 Juden. Dieser „goldene Menschheitstraum“ endete endgültig mit dem Fall Cordobas im Jahre 1236. Ziemlich schnell begann die Diskriminierung, und Vertreibung von Muslimen und Juden. Nach der Rückeroberung Cordobas durch die christlichen Könige blieb das Emirat von Granada bis 1492 das letzte muslimisch beherrschte Gebiet in Andalusien und Spanien.

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